Hochwinter
Statistisch gesehen ist der Januar der kälteste und der Februar der schneereichste Monat. In den letzten 40 Jahren schwankten die Temperaturen im Januar an der Wetterzentrale in Bad Schussenried zwischen minus 26,2 C, gemessen am 09.01.85 und plus 15,6 C (am 12.01.93) und im Februar zwischen minus 19,5 C am 27.02.86 und plus 19,6 C am 24.02.08. Die höchste Schneehöhe in den Niederungen unterhalb von 700 Metern verzeichneten die Wetterbeobachter mit 50 bis 80 Zentimetern am 20. Februar 1978. Vielen dürfte wohl noch der Februar 1990, der bis dato mildeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Erinnerung sein, als die beiden Orkantiefs "Vivien" und "Wiebke" in Mittel- und Westeuropa mehr Sturmholzschaden verursachten als alle Stürme der letzten 100 Jahren insgesamt. Unvergessen ist gewiss auch der Februar 1963, in welchem der Bodensee letztmals auf seiner gesamten Länge und Breite zufror. Den Höhepunkt der damaligen "Seegfrörne" bildete eine Eisprozession, bei der die Statue des Heiligen Johannes nach 133 Jahren wieder über den Bodensee von Hagnau ins schweizerische Münsterlingen getragen wurde. Fraglich, ob sie aufgrund des Klimawandels jemals wieder nach Deutschland zurückkehren wird.