Goldener Oktober
Im Oktober vollzieht sich endgültig der Übergang vom Sommer- ins Winterhalbjahr. Die Tage werden nun rasch kürzer und die Frostgefahr nimmt im Laufe des Monats immer mehr zu. Statistisch gesehen bringt es der Oktober immerhin schon auf fünf Frosttage, während Sommertage mit mindestens 25 Grad nur noch selten auftreten. In manchen Jahren zeigt sogar schon der Winter seine Krallen. So im Jahre 1982, als am 6. Oktober vom Nordpol auf direktem Wege hochreichend arktische Kaltluft nach Süden geführt wurde. Dabei fielen im nördlichen Oberschwaben bis zum Abend zehn bis fünfzehn Zentimeter Nassschnee. Da die Bäume noch größtenteils im Laub standen, wurden hier große Schneebruchschäden verzeichnet. Andererseits stellt sich im Laufe des Oktobers aber auch häufig eine beständige Hochdruckwetterlage ein, der sprichwörtliche "Goldene Oktober", in dem sich das Laub besonders intensiv verfärbt. Während sich dabei in den Niederungen die Nebelschwaden bis in den Nachmittag hinein halten können und die Sonne Mühe hat, sich gegen das feucht-kalte Nebelgrau durchzusetzen, herrscht auf den Bergen zur selben Zeit bei angenehmen Temperaturen und guter Fernsicht tagelang bestes Touren- und Wanderwetter.